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Allgemeine Vermietbedingungen für Reisemobile Wohnwagen (Stand 11/2019)

  1. Mietpreise

Es gelten die Preise der jeweils gültigen Preisliste.

Die Mietpreise schließen ein: 1.gesetzlich vorgeschriebene Mehrwertsteuer, 2. Ausstattung und Zubehör je nach Fahrzeugmodell, 3. Wartungsdienst und Verschleißreparaturen, 4. Haftpflichtversicherung mit 50 Mil. € Deckung (Personenschaden 8 Mio. Euro ), 5.Vollkaskoversicherung (Euro 1000,- SB+ Teilkasko (Euro 1000,- SB) 6. sowie alle gefahrenen Kilometer ohne Begrenzung ab 21 Miettagen bzw bei kürzerer Mietzeit 250 frei-KM pro Tag. (Pro Mehrkilometer 0,39€) sofern durch Pauschalangebot nicht eingeschränkt.

  1. Berechnung

Der Mietpreis wird bis zur Fahrzeugrücknahme durch den Vermieter bei dem vertraglich vereinbarten Vermietbetrieb berechnet. Eine Rücknahme erfolgt nur während der Öffnungszeiten. Bei einer Fahrzeugrückgabe vor Ablauf der vereinbarten Mietzeit ist der volle vertragliche vereinbarte Mietpreis zu zahlen. Bei verspäteter Fahrzeugrückgabe wird ein Tagesgrundpreis berechnet. Die Geltendmachung eines weiteren Schadens  behält sich der Vermieter vor.

  1. Zahlungsweise

Nach Vertragsabschluss durch den Mieter ist innerhalb von 10 Tagen danach eine Anzahlung von

50 % zu leisten. Bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist ist der Vermieter nicht mehr an die Bestätigung gebunden und kann Schadenersatz nach Ziffer 5 geltend machen.

Bei kurzfristigen Buchungen ist der voraussichtliche Gesamtpreis sofort fällig. Für jede Mahnung wird eine Gebühr von 5,–Euro erhoben. Der Verzugszins beträgt 5% über dem gesetzlichen Basiszinssatz, mindestens aber 6 % jährlich. Der Mieter kann eine geringeren, der Vermieter einen höheren, Verzugsschaden nachweisen. Wird bei Verzug des Mieters ein Inkassobüro beauftragt, so hat der Mieter die hieraus entstehenden Kosten zu tragen.

  1. Kaution

Bei Mietantritt muss zur Sicherheit für die Rückgabe des Fahrzeugs in unbeschädigtem und gereinigtem Zustand eine Kaution in Höhe  1000,- Euro hinterlegt werden.  Die Kaution wird auf einer Checkliste zusammen mit dem Zustand des Fahrzeugs bestätigt. Wird das Fahrzeug unbeschädigt zurückgebracht, wird die Kaution zurückerstattet.

  1. Reservierung und Rücktritt

Sie können bei uns Ihr Reisemobil persönlich, oder schriftlich buchen. Mit Ihrer Anmeldung auf der Grundlage des Prospektes bieten wir den Abschluss des Mietvertrages verbindlich an. Der Mietvertrag kommt mit der Anzahlung des Mieters oder der Unterschrift aus dem Mietvertrag zustande.

Bei Rücktritt/unberechtigter Kündigung  vom Vertrag durch den Mieter vor vereinbartem Mietbeginn sind die folgenden Anteile des voraussichtlichen Mietpreises laut Reservierungsdaten zu zahlen. Rücktritt bis zu 60 Tagen vor 1. Miettag 20% • bis zu 30 Tagen vor 1. Miettag 50 % • weniger als 20 Tage vor 1. Miettag 90 %. Wird das Wohnmobil nicht abgenommen, so gilt dies als Rücktritt. Bei Fahrzeug-rückgabe vor Ablauf der vereinbarten Mietzeit ist der volle vertraglich vereinbarte Mietpreis zu zahlen. Gegen die bei Rücktritt fälligen Kosten kann sich der Mieter durch den Abschluss der Reiserücktritts-Kostenversicherung schützen. Der Versicherungsschutz wird nach den Allgemeinen Bedingungen für die Reise-rücktrittsversicherung (ABRV) gewährt. Die Unterlagen werden auf Wunsch bei der Buchung übergeben. Der Rücktritt muss schriftlich per Einschreibebrief,  oder Fax mitgeteilt werden.

  1. Übergabe, Rückgabe und Reinigungsgebühren

Die Fahrzeuge können zwischen 17 und 18 Uhr übernommen werden. Die Rückgabe erfolgt am letzten Miettag bis spätestens 12 Uhr. Dann zählen Übernahme- und Rückgabetag als ein Miettag. In der Hauptsaison finden Übergaben und Rücknahmen nur Freitags statt. Die Fahrzeuge werden in gereinigtem Zustand und vollgetankt übergeben und sind in frisch und gründlich gereinigtem  Zustand und vollgetankt zurückzugeben (ausgenommen Außenreinigung,welche CCL vornimmt) . Ist die Reinigung bei Fahrzeugrückgabe durch den Mieter ganz oder teilweise nicht erfolgt, so hat dieser für eine Innenreinigung 100,– Euro und eine WC-Reinigung 100,– Euro zu zahlen. Bei Fahrzeugübergabe wird ein Übergabeprotokoll erstellt. Durch die vorbehaltlose Unterzeichnung erkennt der Mieter den vertragsgemäßen Zustand des Fahrzeuges an.

  1. Berechtigte Fahrer

Das Mindestalter des Mieters bzw. des berechtigten Fahrers muss  21 Jahre betragen. Ferner muss der Mieter bzw. der berechtigte  Fahrer ein Jahr im Besitz des Führerscheins Kl. III, bzw. bei Fahrzeugen bis 3,5t zul. Gesamtgewicht der Klasse B, sein. Bei Caravans ist zu beachten, dass nach neuem  Führerscheinrecht der Anhängerführerschein  BE zum Führen einer Fahrzeugkombination aus Pkw und Anhänger über 750kg  bzw 3500kg  Kilogramm notwendig sein kann. Das Fahrzeug darf nur vom Mieter selbst, den im Mietvertrag angegebenen Fahrern, den beim Mieter angestellten Berufsfahrern in dessen Auftrag sowie von Familien-angehörigen des Mieters gelenkt werden, sofern letztere das festgesetzte Mindestalter haben. Voraussetzung ist immer der Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis seit mindestens einem Jahr. Der Mieter ist verpflichtet, auf Verlangen des Vermieters Namen und Anschrift aller Fahrer des Fahrzeugs bekannt zu geben, soweit diese nicht im Mietvertrag selbst genannt sind. Die Fahrer sind Erfüllungsgehilfen des Mieters. Der Mieter gilt für die Dauer der Mietzeit als Halter des Fahrzeugs. Jeder Fahrer hat dafür Sorge zu tragen, dass das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht überschritten wird.

  1. Tierhaltung

Tierhaltung ist grundsätzlich erlaubt, jedoch muss das Fahrzeug von allen Rückständen der Tiere gereinigt werden, ansonsten wird eine zusätzliche Reinigung in Höhe von mind. 200,– Euro erhoben.

Alle unsere Fahrzeuge sind Nichtraucherfahrzeuge. Bei Nichtbeachtung wird Ihnen die Reinigung und ggf. ein Schadenersatz in Rechnung gestellt

  1. Verbotene Nutzungen

Dem Mieter ist untersagt, das Fahrzeug zu verwenden: a. zu Beteiligung an motorsportlichen Veranstaltungen und Fahrzeugtests,

  1. zur Beförderung von explosiven, leicht entzündlichen, giftigen, radioaktiven oder sonst gefährlichen Stoffen,
  2. zur Begehung von Zoll- und sonstigen Straftaten, auch wenn diese nur nach dem Recht des Tatortes mit Strafe bedroht sind,
  3. zur Weitervermietung oder Verleihung,
  4. zu Fahrten in Kriegs- und Krisengebiete.
  1. Auslandsfahrten

Grundsätzlich sind Auslandsfahrten in alle europäischen Länder (Ausnahme Ziffer 9 e) möglich. Für außereuropäische Länder wie z.B. asiatische Türkei, Israel, Tunesien, Marokko, asiatischer Teil Russlands usw. muß nach Rücksprache mit dem Vermieter ein spezieller Versicherungsschutz beantragt werden.

  1. Reparaturen

Reparaturen, die notwendig werden, um Betriebs- oder Verkehrssicherheit des Fahrzeugs zu gewährleisten, dürfen vom Mieter bis zum Preise von 100,– Euro ohne weiteres, größere Reparaturen nur mit Einwilligung des Vermieters in Auftrag gegeben werden. Die Reparaturkosten trägt der Vermieter gegen Vorlage der entsprechenden Belege, soweit der Mieter nicht für den Schaden haftet (siehe Ziffer 15).

Im Schadensfalle bzw bei Defekten hat der Mieter sich ausschließlich an eine Vertragswerkstatt des Herstellers zu wenden, da die Fahrzeuge in der Regel Vollgarantie besitzen. Der Vermieter ist unverzüglich bei allen Schäden bzw Defekten  zu informieren.

Für Reifenschäden haftet der Mieter.

  1. Obhutspflicht

Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsache sorgfältig zu behandeln und die Betriebsanleitungen des Fahrzeugs sowie aller eingebauten Geräte etc. genauestens zu beachten.

Der Mieter hat das Fahrzeug sorgsam zu behandeln und alle für die Benutzung maßgeblichen Vorschriften und technischen Regeln zu beachten, insbesondere die

Wartungsfristen einzuhalten sowie das Fahrzeug ordnungsgemäß zu verschließen.

Der Mieter ist verpflichtet, das Fahrzeug in angemessener Weise unter Berücksichtigung der geltenden Gesetze und Vorschriften zu führen und sicherzustellen, dass sie mit allen relevanten vor Ort geltenden Verkehrsvorschriften vertraut sind. Sie haften für alle im Zusammenhang mit der Nutzung des Fahrzeuges anfallenden Gebühren, Mautkosten, Abgaben, Bußgelder und Strafen, für die der Vermieter  in Anspruch genommen wird, soweit Sie diese zu vertreten haben.

Es entstehen pro Fall 19,99€ für das Handling von Bußgelder, Mautkosten u.ä. welche zusätzlich zu den eigentlichen Kosten anfallen.

  1. Verhalten bei Unfällen

Der Mieter hat nach einem Unfall die Polizei zu verständigen. Dies gilt auch bei selbstverschuldeten Unfällen ohne Mitwirkung Dritter. Gegnerische Ansprüche dürfen nicht anerkannt werden. Brand-, Entwendungs- und Wild- und sonstige Schäden  sind vom Mieter dem Vermieter und auch der zuständigen Polizeibehörde unverzüglich anzuzeigen. Der Mieter hat dem Vermieter, selbst bei geringfügigen Schäden, einen ausführlichen schriftlichen Bericht unter Vorlage einer Skizze zu erstatten. Der Unfallbericht muß insbesondere Namen und Anschrift der beteiligten Personen und etwaiger Zeugen sowie die amtlichen Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge enthalten. Der Vermieter ist unverzüglich im Schadenfall zu informieren.

  1. Versicherungsschutz

Das Fahrzeug ist gemäß den jeweils geltenden Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrt-versicherung (AKB) wie folgt versichert: Haftpflichtversicherung mit 50 Mil. Euro Deckung (Personenschaden 8 Mio. Euro)              Voll & Teilkaskoversicherung mit einer Eigenbeteiligung von 1000,– € je Schadensereignis.

  1. Haftung des Mieters
  • Der Mieter haftet bei Schäden im Rahmen der Voll- und Teilkaskoversicherung mit 1000,– Euro je Schadensfall auch wenn der Schaden nicht vorsätzlich verursacht worden ist.
  • der Mieter haftet jedoch für Unfallschäden unbeschränkt, sofern er den Schaden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat oder der Schaden durch Alkohol- oder Drogenbedingte Fahruntüchtigkeit entstanden ist oder der Mieter es unterlässt den Unfall, Brand, Diebstahl, Wild- oder sonstigen Schaden polizeilich aufnehmen zu lassen (siehe Ziffer 12)oder der Mieter (bzw. Fahrer) keine gültige Fahrerlaubnis besitzt oder nicht befugt ist von ihr Gebrauch zu machen . Das gleiche gilt für Schäden, die durch Nichtbeachten des Zeichens 265 – Durchfahrthöhe – gemäß § 41 Abs. 2 Ziff 6 StVO verursacht werden. Hat der Mieter Unfallflucht begangen oder seine Pflichten gemäß Ziffer 12 dieser Bedingungen verletzt, so haftet er ebenfalls voll, es sei denn, die Verletzung hat keinen Einfluß auf die Feststellung des Schadensfalles gehabt.
  • Der Mieter haftet im Übrigen voll für alle Schäden, die bei der Benutzung durch einen nicht berechtigten Fahrer (Ziffer 7) oder zu verbotenem Zweck (Ziffer 9), durch das Ladegut oder durch unsachgemäße Behandlung des Fahrzeugs entstanden sind,
  • Im Übrigen bleibt es bei der gesetzlichen Haftung.
  1. Haftung des Vermieters

Der Vermieter haftet für alle dem Mieter schuldhaft zugefügten Schäden, soweit Deckung in Rahmen der für das Fahrzeug abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung besteht. Für durch die Versicherung nicht gedeckte Schäden beschränkt sich die Haftung des Vermieters bei Sach- und Vermögensschäden auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Der Vermieter ist nicht zur Verwahrung von Gegenständen verpflichtet, die der Mieter bei Abgabe im Fahrzeug zurückläßt.

  1. Speicherung und Weitergabe von Personaldaten

Der Vermieter ist berechtigt, die bezüglich der Geschäftsbeziehung oder im Zusammenhang mit ihr erhaltenen Daten über den Mieter, gleich ob dieser von ihm selbst oder von Dritten stammen, im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes  und der DSGVO zu verarbeiten.

  1. Fahrzeuge und Modelle

Bei  vorzeitigem Verkauf oder Fahruntüchtigkeit (Totalschaden, Diebstahl, Defekte etc) des gebuchten Mietfahrzeuges erhalten Sie ein vergleichbares Fahrzeug.

  1. Gerichtsstand

Gerichtsstand ist der Standort des Vermieters, wenn:

  1. die Vertragsparteien Kaufleute, mit Ausnahme der Minderkaufleute im Sinne des § 4 HGB sind.
  2. mindestens eine der Vertragsparteien keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat,
  3. die im Klageweg in Anspruch zu nehmende Vertragspartei nach Vertragsschluß ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort aus dem Geltungsbereich der Zivil-prozessordnung der Klageerhebung nicht bekannt ist.

Diese Regelung gilt auch für Wechsel- und Scheckverfahren. Sind die Parteien Kaufleute, ausgenommen Minderkaufleute im Sinne des § 4 HGB, so gilt die obige Zuständigkeit auch im Falle der Annullierung, des Rücktritts, der Minderung und dergleichen. Der Vermieter ist auch berechtigt, am Sitz des Mieters zu klagen.

  1. Schlussbestimmungen

Weitere Vereinbarungen wurden nicht getroffen; mündliche Zusagen nicht abgegeben.

Die Überschriften dienen nur der besseren Übersichtlichkeit und haben keine materielle Bedeutung, insbesondere nicht die einer abschließenden Regelung. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Vermietbedingungen unwirksam sein oder werden, so hat dies auf die Rechtswirksamkeit der übrigen Punkte keinen Einfluß. Die unwirksamen Bestimmungen müssen so umgedeutet werden, dass ihr Zweck in wirksamer Weise erfüllt werden kann.

Hinweis gemäß § 36 Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG)

Die Firma Caravan Center Lütz wird nicht an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des VSBG teilnehmen und ist hierzu auch nicht verpflichtet.

Gerichtsstand ist Siegburg.